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<title>Sprachkritik</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Sprachkritik</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Sprachkritik</b> untersucht <a href="Sprache" title="Sprache">Sprache</a>, <a href="Sprechakttheorie" title="Sprechakttheorie">Sprechakte</a> und <a href="Diskurs" title="Diskurs">Diskurse</a> auf die Zusammenhänge von Sprache und <a href="Denken" title="Denken">Denken</a> bzw. Erkenntnisfähigkeit (<a href="Sprachphilosophie" title="Sprachphilosophie">Sprachphilosophie</a>) sowie von Sprache und den gesellschaftlichen Verhältnissen (<a href="Soziologie" title="Soziologie">Soziologie</a>). Nach <a href="Roland_Barthes" title="Roland Barthes">Roland Barthes</a>, <a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaftler</a> und Begründer der modernen <a href="Semiotik" title="Semiotik">Semiotik</a>, ist Sprachkritik auch Gesellschaftskritik, da Sprache selbst ideologisch sei.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der <a href="Sprachpflege" title="Sprachpflege">Sprachpflege</a> bedeutet Sprachkritik die Bewertung sprachlicher Äußerungen. Sie kann in ihrer Aussage sowohl negativ (Tadel) als auch positiv (Empfehlung) sein.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sprachphilosophische_Ursprünge_der_Sprachkritik"><span id="Sprachphilosophische_Urspr.C3.BCnge_der_Sprachkritik"></span>Sprachphilosophische Ursprünge der Sprachkritik</h2></div>
<p><a href="Ferdinand_de_Saussure" title="Ferdinand de Saussure">Ferdinand de Saussure</a> stellte 1916<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die These auf, dass sprachliche Zeichen auf Konventionen innerhalb einer Sprachgemeinschaft beruhen. Er prägte dafür den Begriff <a href="Arbitrarit%C3%A4t" title="Arbitrarität">Arbitrarität</a>. Dies hat allerdings überhaupt nicht explizit und nicht unbedingt mit Sprachkritik als Kulturkritik zu tun.
</p><p><a href="Wilhelm_Kamlah" title="Wilhelm Kamlah">Wilhelm Kamlah</a> kritisiert das „monologische Drauflosschreiben und Aneinandervorbeireden“ der Philosophen und fordert eine (sprachkritisch fundierte) „Disziplin des Denkens und des Redens“. Er weist darauf hin, dass Menschen, bevor sie philosophieren, „immer schon sprechen“ und dass es ein verbreiteter Fehler ist, eine „Kaspar-Hauser-Situation“ zu fingieren. Aus dieser Alltagssprache und ihrem Vorverständnis der Welt heraus sei die wissenschaftliche Sprache erst neu zu entwickeln.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sprachkritik_unter_dem_Aspekt_der_Gesellschaftsanalyse">Sprachkritik unter dem Aspekt der Gesellschaftsanalyse</h2></div>
<p>Vor dem Hintergrund des Zusammenhanges von Sprache und Gesellschaft wird hier Sprache als ein gesellschaftlich wirksames Instrument betrachtet. Sprache wird als ein Mittel zur Ausübung von Macht sowie zur Etablierung und <a href="Reproduktion" title="Reproduktion">Reproduktion</a> von Machtverhältnissen analysiert. Diese Sprachkritik findet sich nicht nur in den <a href="Kulturwissenschaft" title="Kulturwissenschaft">Kulturwissenschaften</a> und der Soziologie, sondern auch in der <a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaft</a>. In den 1920er Jahren entwickelte <a href="Kurt_Tucholsky" title="Kurt Tucholsky">Kurt Tucholsky</a> unter dem Leitspruch „Sprache ist eine Waffe“ eine primär politisch motivierte Form der Sprachkritik.
</p><p>Im Promotionskolleg „Sprachkritik als Gesellschaftskritik im europäischen Vergleich“ des Europäischen Zentrums für Sprachwissenschaften (EZS)<sup id="cite_ref-ezs_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-ezs-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wird der Zusammenhang zwischen sprachkritischem Verhalten und gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick genommen. Untersuchungssprachen sind derzeit Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Kroatisch.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sprachkritik_unter_dem_Aspekt_der_Sprachpflege">Sprachkritik unter dem Aspekt der Sprachpflege</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sprachkritik_und_Sprachwissenschaft">Sprachkritik und Sprachwissenschaft</h3></div>
<p>Sprachkritik gehörte von der Antike bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zu den Aufgaben <a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">sprachwissenschaftlicher</a> Untersuchungen. Mit <a href="Jacob_Grimm" title="Jacob Grimm">Jacob Grimm</a> erfolgte eine Revision des Verhältnisses zwischen Sprachkritik und Sprachwissenschaft. Grimms als „Manifest der historischen Grammatik“ bezeichnete Vorrede zur ersten Fassung des ersten Teils seiner „Deutschen Grammatik“ (1819) brachte die Wende. Von da an folgte eine Entwicklung der Sprachwissenschaft, die zum <a href="Strukturalismus" title="Strukturalismus">Strukturalismus</a> führte und damit zur Auffassung, die Sprache sei ein sich selbst genügender Organismus. Der Praxisbezug wurde zunehmend ausgeklammert. Charakteristisch für diese Haltung ist der Titel eines Buches des Strukturalisten Robert A. Hall aus dem Jahr 1950: „Leave your language alone“ (<i>Laß deine Sprache in Ruhe!</i>). In jüngerer Zeit wird beobachtet, dass aus der Sprachwissenschaft nicht mehr nur schroffe Ablehnung gegenüber der Sprachkritik geäußert wird.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Linguistisch_begründete_Sprachkritik"><span id="Linguistisch_begr.C3.BCndete_Sprachkritik"></span>Linguistisch begründete Sprachkritik</h3></div>
<p>Die linguistisch begründete Sprachkritik basiert auf detaillierter Kommunikationsanalyse nach semantischen und pragmatischen Kriterien. Ihre Grundlage bilden Pragmatik, Sprechakttheorie und kommunikative Handlungstheorie. Kritik an sprachlichen Äußerungen und Sprechern sollte wissenschaftlich begründet sein und nicht von ideologischen Kriterien geleitet. Die Sprachkritik soll wissenschaftlich und fundiert bewerten, nicht normierend sein, sich aber nicht jeder Wertung enthalten.
Die linguistisch begründete Sprachkritik bleibt nicht Linguisten vorbehalten: „Sprachkritik ist etwas für alle.“ (Slogan von Heringer). Jeder Einzelne soll nach Maßgabe seiner sprachlichen Kompetenz Sprachkritik betreiben und reflektiert mit seinem eigenen Sprachgebrauch umgehen. Damit geht die linguistisch fundierte Sprachkritik eine didaktische und emanzipatorische Verpflichtung ein: zur Freiheit im Umgang mit Sprache befähigen.
</p><p>Linguistisch fundierte Sprachkritik hat nicht nur Sprecher im Blick. Sie kritisiert auch die Sprachkritiker, die nach unbegründeten Kriterien urteilen.
</p><p>Alles Sprechen ist geleitet von evolutionär und in Kommunikation entstandenen Regeln. Klassische Sprachkritik orientiert sich an gesetzten Normen. Darum gehört zur fundierten Sprachkritik die Kritik an sprachlichen Normen, die in einem gewissen Sinn der Sprache äußerlich sind. Dies gilt insbesondere für konfligierende (in Konflikt stehende) Normen. Die linguistisch begründete Sprachkritik versteht sich als Sprachnormenkritik und will konfliktlösend in Normenkonflikte eingreifen.
</p><p>Vorgehensweise der linguistisch begründeten Sprachkritik nach <a href="Rainer_Wimmer_(Germanist)" title="Rainer Wimmer (Germanist)">Rainer Wimmer</a>:
</p>
<ol><li>Kommunikationsschwierigkeiten und Kommunikationskonflikte identifizieren</li>
<li>Ziele und Relevanz einer sprachkritischen Analyse bestimmen</li>
<li>Sprachlich wichtige Aspekte im Blick auf den Konflikt ermitteln</li>
<li>Diese sprachlichen Phänomene linguistisch analysieren und</li>
<li>linguistisch-sprachkritisch bewerten auf der Grundlage der Analyse.</li></ol>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grundrichtungen_nach_Schiewe">Grundrichtungen nach Schiewe</h3></div>
<p>Einen Überblick über die Geschichte der Sprachkritik gibt <a href="J%C3%BCrgen_Schiewe" title="Jürgen Schiewe">Jürgen Schiewe</a>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er unterscheidet zwischen Sprachkritik
</p>
<ul><li>als Kulturkritik (<a href="P%C3%A4dagogik" title="Pädagogik">Pädagogik</a>),</li>
<li>als Normkritik (<a href="Grammatik" title="Grammatik">Grammatik</a>),</li>
<li>als Stilkritik (<a href="Rhetorik" title="Rhetorik">Rhetorik</a>),</li>
<li>als Textkritik (<a href="Philologie" title="Philologie">Philologie</a>) und</li>
<li>als Erkenntniskritik (<a href="Philosophie" title="Philosophie">Philosophie</a>), also an der Leistung der Sprache als Mittel der <a href="Erkenntnis" title="Erkenntnis">Erkenntnis</a>.</li></ul>
<p>Mit Sprachkritik als <i>Erkenntniskritik</i> beschäftigte sich bereits die antike Philosophie. Dies äußert sich zum Beispiel in den Sprachstudien von <a href="Platon" title="Platon">Platon</a>, <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> oder den <a href="Stoa" title="Stoa">Stoikern</a>. Dagegen kam die <i>Textkritik</i> erst in <a href="Hellenismus" title="Hellenismus">hellenistischer Zeit</a> auf. Die <a href="Alexandrinische_Schule" class="mw-redirect" title="Alexandrinische Schule">Alexandrinische Schule</a> war hier federführend.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Richtungen_der_Sprachkritik_nach_Gauger">Richtungen der Sprachkritik nach Gauger</h3></div>
<p><a href="Hans-Martin_Gauger" title="Hans-Martin Gauger">Hans-Martin Gauger</a> unterscheidet zwischen Kritik am <i>Sprachbesitz</i> und Kritik an <i>Sprachäußerungen</i>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kritik am Sprachbesitz kann nach Gauger unter zwei Aspekten geäußert werden: erstens unter dem Gesichtspunkt der Wahrheit, Wahrheitsfindung und Wahrheitsvermittlung; zweitens unter dem Gesichtspunkt der kommunikativen Absicht.
</p><p>Kritik an Sprachäußerungen kann nach Gauger unter drei verschiedenen Gesichtspunkten kritisiert werden: inhaltlich, formal und speziell sprachlich (Beispiel Fremdwortgebrauch).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="„Sprachideologische_Haltungen“_nach_Polenz"><span id=".E2.80.9ESprachideologische_Haltungen.E2.80.9C_nach_Polenz"></span>„Sprachideologische Haltungen“ nach Polenz</h3></div>
<p><a href="Peter_von_Polenz" title="Peter von Polenz">Peter von Polenz</a> klassifiziert die Sprachkritik anhand von „sprachideologischen Haltungen“.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Uwe_P%C3%B6rksen" title="Uwe Pörksen">Uwe Pörksen</a> bezeichnet dessen Kritik an den Sprachkritikern der 1950er Jahre als „problematisch“, da Sprachkritiker die geschichtliche Dimension der Wörter und ihren Wahrheitsaspekt ernst nähmen. Sprachwissenschaftler wie Polenz vernachlässigten wegen ihres synchronen Ansatzes und ihrer Überzeugung von der Kontextdetermination der Wörter diese Aspekte.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hier die Polenzsche ideologische Klassifizierung sprachkritischer Haltungen:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sprachkonservative_Haltung">Sprachkonservative Haltung</h4></div>
<p>Immer wieder wird in der Sprachkritik Sprachverfall beklagt. Bestimmte Veränderungen im <a href="Sprachgebrauch" title="Sprachgebrauch">Sprachgebrauch</a> werden als negativ und in entsprechender Ideologie als Verfall gesehen. Als positives Ideal wird ein vergangener Sprachgebrauch (beispielsweise die Sprache Luthers oder Goethes) oder der eigene Sprachgebrauch angesehen. Ignoriert wird der der Sprache immanente Wandel und die Herausbildung neuer Formen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Historische_Haltung">Historische Haltung</h4></div>
<p>Vertreter der „Historischen Haltung“ beriefen sich auf die <a href="Etymologie" title="Etymologie">Etymologie</a> oder frühere Bedeutungen eines Wortes. Beispielsweise sei die Wendung „Welche Alternativen gibt es dazu?“ falsch, weil lateinisch <i>alter</i> nur eine Wahl zwischen zwei Möglichkeiten zulässt. Bekannt ist auch das Beispiel, dass man nicht „neu renovieren“ könne, weil „neu“ in „renovieren“ bereits enthalten sei. Ignoriert werde die Veränderbarkeit von Gebrauchsbedingungen (Bedeutungswandel). Außerdem werde den Sprechern mehr Sprachbildung abverlangt als für die Kommunikationserfordernisse nötig ist.
</p><p>Im anglo-amerikanischen Sprachraum hat in den 1990er Jahren insbesondere durch die Veröffentlichungen von <a href="Henry_Louis_Gates%2C_Jr." title="Henry Louis Gates, Jr.">Henry Louis Gates</a> eine Auseinandersetzung mit dem sogenannten Signifyin' stattgefunden, ein im Grunde ironisches Sprechen, bei dem durch den jeweiligen Sprachgebrauch, zum Beispiel eine stark reflektierte Berücksichtigung der Bedeutungen von Wortbestandteilen, Worte (und Begriffe) selbst ad absurdum geführt werden (Beispiel: <i>hello</i> bedeutet <i>hell / low</i>). Das Referenzobjekt wird auf diese Weise entkleidet und zumeist auch kommentiert. Während der Kommunikation entsteht eine Situation jenseits der Sprache, die oft verblüffend durch ihre stupende und unerwartet naheliegende Einfachheit ist und spontan erscheint, sowie den Gebrauch von Sprache als solchen kritisiert. Grundlegend für diese Praxis ist die Frage nach der kulturellen Identität von <a href="Afroamerikaner" title="Afroamerikaner">Afroamerikanern</a>, ob sie sich also als westlich geprägte US-Amerikaner verstehen oder den Bruch in der Geschichte der Afroamerikaner als Bruch in der eigenen Geschichte mit- bzw. nachvollziehen und den historischen Hintergrund weiterhin berücksichtigen. Es stellt sich hier auch die Frage, ob die <a href="Phylogenese" title="Phylogenese">Phylogenese</a> der <a href="Ontogenese" title="Ontogenese">Ontogenese</a> des Menschen entspricht, wie <a href="Norbert_Elias" title="Norbert Elias">Norbert Elias</a> in der <a href="%C3%9Cber_den_Proze%C3%9F_der_Zivilisation" title="Über den Prozeß der Zivilisation">Zivilisationstheorie</a> behauptet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sprachpuristische_Haltung">Sprachpuristische Haltung</h4></div>
<p>Sprachpuristen setzten sich für die „Reinerhaltung“ der Sprache von Fremdwörtern und dem Eindringen anderer Sprachen ein. Im 18. Jahrhundert habe man sich primär gegen das Französische und Lateinische gewendet, um Deutsch als allgemeinverständliche Wissenschaftssprache zu etablieren. Im 19. Jahrhundert hätten primär nationalistische Beweggründe im Vordergrund gestanden. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts habe sich die Kritik vor allem gegen <a href="Anglizismus" title="Anglizismus">Anglizismen</a> gewendet. Für solche Zusammenhänge wird bei Polenz auch der Terminus <i>Sprachlegitimation</i> verwendet.
</p><p>Nicht beachtet wird dabei, dass das Deutsche von jeher eine Mischsprache mit sprachkulturellem Gewinn ist. Versuche, Fremdwörter zu übersetzen, seien häufig fehlgeschlagen. Teilweise stehen auch beide Ausdrücke nebeneinander, werden aber in unterschiedlichen Kontexten gebraucht. Während <i>Anschrift</i> primär amtssprachlich gebraucht wird, hat sich <i>Adresse</i> im öffentlichen Sprachgebrauch nicht verdrängen lassen, da das Wort zur Zeit der Übersetzung bereits etabliert war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sprachmonomane_Haltung">Sprachmonomane Haltung</h4></div>
<p>Die sprachmonomane Haltung bezeichnet eine pedantische Sprachnorm-Auffassung. Unter Berufung auf den <a href="Duden" title="Duden">Duden</a> oder andere Nachschlagewerke werde kritisiert, was dort nicht verzeichnet ist. Vertreter dieser Haltung gingen davon aus, dass jedes Wort an sich für etwas steht; Auffassung der Sprachwissenschaft sei, dass Wörtern erst im Gebrauch ihre Bedeutung verliehen wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Panlinguistische_Haltung">Panlinguistische Haltung</h4></div>
<p>Vertreter der panlinguistischen Haltung schrieben der Sprache selbst eine potentiell unmoralische Wirkung zu. In den 1960er Jahren sei von Sprachkritikern behauptet worden, die deutsche Sprache trage eine Mitschuld an den Verbrechen der NS-Zeit. Von sprachwissenschaftlicher Seite sei entgegnet worden, dass nicht etwa grammatische Formen an sich moralisch oder unmoralisch seien, sondern der Mensch, der sie gebraucht, moralisch oder unmoralisch handeln könne.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kulturrevolutionäre_Haltung"><span id="Kulturrevolution.C3.A4re_Haltung"></span>Kulturrevolutionäre Haltung</h4></div>
<p>Die kulturrevolutionäre Haltung wendet sich gegen Sprachbarrieren. Sie vertritt die Ansicht, dass Sprachnormen der Unterdrückung von <a href="Soziale_Schicht" title="Soziale Schicht">Unterschichten</a> dienen. Ignoriert wird, dass Sprachstandardisierung auch anderen Zwecken dient, beispielsweise der überregionalen oder wissenschaftlichen Kommunikation.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Feministische_Sprachkritik">Feministische Sprachkritik</h2></div>
<p>Die deutsche Feministische Linguistik hat vier grundlegende Fragestellungen:
</p>
<ol><li>Wie kommen Frauen in der deutschen Sprache vor?</li>
<li>Wie sprechen Frauen, im Unterschied zu Männern?</li>
<li>Wie verhalten sich Frauen in Gesprächen Männern gegenüber?</li>
<li>Welche Herrschaftsverhältnisse bilden sich in der Kommunikation zwischen Männern und Frauen?</li></ol>
<p>Bei der Untersuchung von <a href="Sprachnorm" title="Sprachnorm">Sprachnormen</a> und <a href="Sprachsystem" title="Sprachsystem">Sprachsysteme</a> auf <a href="Patriarchat_(Soziologie)" title="Patriarchat (Soziologie)">patriarchale</a> Herrschaftsverhältnisse kommt sie laut einer ihrer Gründerinnen <a href="Senta_Tr%C3%B6mel-Pl%C3%B6tz" title="Senta Trömel-Plötz">Senta Trömel-Plötz</a> zu dem Ergebnis:<sup id="cite_ref-Jäger_2006_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Jäger_2006-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Unsere Sprache tut uns [Frauen] Gewalt an, weil sie die männlichen Formen bevorteilt. Damit wird eine Weltsicht geschaffen, in der Frauen nicht präsent sind.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Senta Trömel-Plötz</span>: <cite style="font-style:normal"><i>Gewalt durch Sprache</i> <small>(1984)</small></cite><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p>Diese Sprachkritik führte in der Bundesrepublik ab den 1980er-Jahren zu vielen sprachlichen Veränderungen. Im Jahr 1990 erschien dann von der <a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaftlerin</a> <a href="Luise_F._Pusch" title="Luise F. Pusch">Luise F. Pusch</a> <i>Alle Menschen werden Schwestern: Feministische Sprachkritik</i> und zwei Jahre später von Trömel-Plötz <i>Vatersprache, Mutterland: Beobachtungen zu Sprache und Politik</i>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein aktuelles Beispiel für die Auswirkungen dieser Sprachkritik sind Stellenausschreibungen, die mittlerweile deutlich machen, dass auch Frauen für die ausgeschriebene Arbeitsstelle einen Zugang haben könnten. Seit den Verfassungsurteilen zur dritten Geschlechtsoption „<a href="Divers" title="Divers">divers</a>“ in Deutschland 2017 und Österreich 2018 werden auch unbestimmte Geschlechter einbezogen („m/w/d“). Die <a href="Feminismus" title="Feminismus">feministische</a> Sprachkritik hat weitere Änderungen im deutschen Sprachgebrauch bewirkt, etwa feminine Berufsbezeichnungen <i>(Lehrerin, Ärztin, Bundeskanzlerin)</i>, <a href="Geschlechtergerechte_Sprache#Schrägstrich-Schreibweisen" title="Geschlechtergerechte Sprache">Schrägstrich-Schreibweisen</a> <i>(Lehrer/innen)</i> sowie das <a href="Binnen-I" title="Binnen-I">Binnen-I</a> <i>(Lehrer<b>I</b>nnen)</i>.
</p><p>Gleichzeitig ist diese junge Form der Sprachkritik Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Neben der radikalen Ablehnung durch normkonforme und konservative Sprachpfleger stehen Aussagen auch in einer Kritik seitens der Sprachwissenschaft (Linguistik), die ebenfalls den Zusammenhang von Sprache und Gesellschaft analysiert. Dazu zählen Teile der <a href="Diskursanalyse" title="Diskursanalyse">Diskursanalyse</a> (siehe <a href="Feministische_Linguistik#Kritik" title="Feministische Linguistik">Kritik an der Feministischen Linguistik</a>).
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Feministische_Linguistik" title="Feministische Linguistik">Feministische Linguistik</a>, <a href="Geschlechtergerechte_Sprache" title="Geschlechtergerechte Sprache">Geschlechtergerechte Sprache</a> und <a href="Gesetze_und_amtliche_Regelungen_zur_geschlechtergerechten_Sprache" title="Gesetze und amtliche Regelungen zur geschlechtergerechten Sprache">Gesetze und amtliche Regelungen zur geschlechtergerechten Sprache</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="„Richtlinien_zur_Vermeidung_sexistischen_Sprachgebrauchs“_(1980)"><span id=".E2.80.9ERichtlinien_zur_Vermeidung_sexistischen_Sprachgebrauchs.E2.80.9C_.281980.29"></span>„Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs“ (1980)</h3></div>
<p>Als grundlegend gilt der 1980 in der Fachzeitschrift <i>Linguistische Berichte</i> erschienene Beitrag der vier Sprachwissenschaftlerinnen <a href="Senta_Tr%C3%B6mel-Pl%C3%B6tz" title="Senta Trömel-Plötz">Senta Trömel-Plötz</a>, <a href="Marlis_Hellinger" title="Marlis Hellinger">Marlis Hellinger</a>, <a href="Ingrid_Guentherodt" title="Ingrid Guentherodt">Ingrid Guentherodt</a> und <a href="Luise_F._Pusch" title="Luise F. Pusch">Luise F. Pusch</a>, worin sie unter dem Titel <i>Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs</i> auf sechs Seiten viele Beispiele von „<a href="Sexismus" title="Sexismus">sexistischer</a> Sprache“ im Deutschen analysierten und ihnen „<a href="Geschlechtergerechte_Sprache" title="Geschlechtergerechte Sprache">geschlechtergerechte Alternativen</a>“ gegenüberstellten.<sup id="cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-Trömel-Plötz_1980:15–21-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die vier Autorinnen hielten fest: „Sprache ist sexistisch, wenn sie Frauen und ihre Leistungen ignoriert, wenn sie Frauen nur in Abhängigkeit von und Unterordnung zu Männern beschreibt, wenn sie Frauen nur in stereotypen Rollen zeigt und ihnen so über das Stereotyp hinausgehende Interessen und Fähigkeiten abspricht und wenn sie Frauen durch herablassende Sprache demütigt und lächerlich macht.“<sup id="cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-Trömel-Plötz_1980:15-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als Zielgruppen nannten die Autorinnen Institutionen, die Sprache unterrichten, wie Schulen und Universitäten, und solche, die Sprache verbreiten, wie Medien und Verlagshäuser.<sup id="cite_ref-Movahedi_2009:64–67_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-Movahedi_2009:64–67-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als „sexistisch“ kritisierten die Autorinnen nicht nur die Verwendung des <a href="Generisches_Maskulinum" title="Generisches Maskulinum">generischen Maskulinums</a> (<a href="Feministische_Linguistik#Formgleichheit_von_generischem_und_spezifischem_Maskulinum_–_unklares_Genus-Sexus-Verhältnis" title="Feministische Linguistik">Studien</a>), sondern darüber hinausgehende sprachliche Asymmetrien und Formen der Unsichtbarmachung von Frauen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Männlicher_Vorrang_in_Aufzählungen"><span id="M.C3.A4nnlicher_Vorrang_in_Aufz.C3.A4hlungen"></span>Männlicher Vorrang in Aufzählungen</h4></div>
<p>Merkmal des „sexistischen Sprachgebrauchs“ sei auch die konsequente Erstnennung des Mannes in Paarbezeichnungen wie „Adam und Eva“, „Romeo und Julia“ oder „Herr und Frau Meier“, aber auch in Beidnennungen wie „Lehrer oder Lehrerin“ oder „Ärzte und Ärztinnen“ (Paarformen). Ausnahmsweise ist in der direkten Anrede „Meine Damen und Herren!“ die umgekehrte Reihenfolge geläufig. Politiker sprechen Bürger in Ansprachen zunehmend als „liebe Bürgerinnen und Bürger“ an und ihre Parteifreunde bei Versammlungen je nach Partei als „liebe Genossinnen und Genossen“ (linke Parteien), „liebe Freundinnen und Freunde“ (bürgerliche Parteien) oder „liebe Kameradinnen und Kameraden“ (rechte Parteien). Zu einer geschlechtergerechten Sprache gehöre entsprechend, dass die Reihenfolge ungefähr gleich verteilt abwechselnd verwendet werde. Früher sprachlich gängige Unterordnungen der Frau als Anhängsel eines Mannes, etwa „<a href="Kaiserin_Friedrich" class="mw-redirect" title="Kaiserin Friedrich">Kaiserin Friedrich</a>“, „Herr Meier und Gattin“, „Familie Hans Meier“, „Ehepaar Hans Meier“, „10 Manager, darunter 2 Frauen“ werden zunehmend vermieden.<sup id="cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-1" class="reference"><a href="#cite_note-Trömel-Plötz_1980:15–21-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Pejoration">Pejoration</h4></div>
<p>Eine weitere Forderung betrifft das <a href="Respekt" title="Respekt">respektvolle</a> Sprechen über Frauen, insbesondere die Vermeidung abwertender Begriffe (<a href="Pejorativum" title="Pejorativum">Pejorative</a>). Zwar gibt es auch für Männer Bezeichnungen mit negativer Konnotation, aber eine These der Feministischen Linguistik ist, dass diese in Anzahl und Verwendung viel geringer seien. Außerdem betreffe die <a href="Pejoration" class="mw-redirect" title="Pejoration">Pejoration</a> sowie die <a href="Euphemismus-Tretm%C3%BChle" title="Euphemismus-Tretmühle">Euphemismus-Tretmühle</a> eher gesellschaftlich schwache Gruppen und damit zumindest in der Vergangenheit eher weibliche als männliche Bezeichnungen.<sup id="cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-2" class="reference"><a href="#cite_note-Trömel-Plötz_1980:15–21-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Konnotation">Konnotation</h4></div>

<p>Ein Resultat daraus sind einige sprachliche Asymmetrien, die in einer geschlechtergerechten Sprache beseitigt werden sollten. So wurde im Deutschen bis in die jüngere Vergangenheit zwischen <i>Frau</i> und <i><a href="Fr%C3%A4ulein" title="Fräulein">Fräulein</a></i> differenziert, während es etwas Ähnliches für <i>Mann</i> oder <i>Herr</i> nicht gibt. Neben dieser Nichtexistenz eines männlichen Äquivalents, das auch <i><a href="Jungfrau" title="Jungfrau">Jungfrau</a></i> betrifft, verhalten sich auch diese paarigen Lexeme asymmetrisch:
</p>
<dl><dt><i>Mann – Frau</i></dt>
<dd>Gegen diese Grundopposition spricht für sich allein genommen nichts, lediglich in Kombination mit den folgenden Begriffspaaren kann sie problematisch sein.</dd>
<dt><i>Mann – Männin</i></dt>
<dd>Wie die meisten Maskulina ist auch <i>Mann</i> prinzipiell durch das <a href="Affix_(Linguistik)" title="Affix (Linguistik)">Affix</a> {<span style="">-in</span>} zu einer weiblichen Bezeichnung movierbar. Dies geschieht vor allem für Komposita wie <i>Hauptmann – Hauptmännin</i>, wo andere Varianten wie <i>Hauptfrau</i> semantisch bereits abweichend besetzt sind. Dies stärkt die prototypische Assoziation von <i>Mann</i> mit <i>Mensch</i>, zumal die Wörter etymologisch eng verwandt sind, und erklärt, warum es kein weibliches Pendant zu <i>Mannschaft</i> gibt.</dd>
<dt><i>Mann – Weib</i> oder <i>männlich – weiblich</i></dt>
<dd>Obwohl das Substantiv <i>Weib</i> im zeitgenössischen Sprachgebrauch nur noch pejorativ verwendet werden kann, fehlt diese Konnotation beim abgeleiteten Adjektiv, das statt&nbsp;?<i>fraulich</i> oder *<i>fräulich</i> verwendet wird.</dd>
<dt><i>Herr – Dame</i></dt>
<dd>Dieses Begriffspaar dient der höflichen oder der unterordnenden Bezeichnung, insbesondere in der unpersönlichen Anrede. Es könnte zwar aus gesellschaftskritischer Sicht bemängelt werden, da es hierarchische soziale Rollen abbildet (vgl. <i><a href="Genosse" title="Genosse">Genosse</a>, <a href="B%C3%BCrger" title="Bürger">Bürger</a></i>), aber für sich genommen wäre es aus feministischer Sicht unproblematisch, da sich beide Lexeme vom Grundpaar <i>Mann – Frau</i> unterscheiden. Allerdings werden mitunter die nur scheinbar verwandten, stark wertenden Adjektive <i>herrlich</i> und <i>dämlich</i> problematisiert.</dd>
<dt><i>Herr – Herrin</i></dt>
<dd>Auch dieses Maskulinum kann, anders als etwa die Verwandtschaftsbezeichnungen <i>Bruder, Vater, Onkel</i>, moviert werden und ist dann ausschließlich für hierarchische Beziehungen geeignet.</dd>
<dt><i>Herr – Frau</i></dt>
<dd>In der persönlichen Anrede, ggf. ergänzt um den (Nach-)Namen, wird eine Mischung aus den bisher genannten Paaren verwendet. Dies wird teilweise als problematisch angesehen, weil <i>Herr</i> eine deutlich stärkere sozialhierarchische Komponente besitzt. Als formale Diminutive <i>Frauchen</i> und <i>Herrchen</i> im Sinne von ‚Besitzer von Haustieren‘ sind die Lexeme gleichwertig.</dd>
<dt><i>Kerl – Weib</i></dt>
<dd>In einigen paarigen Fügungen ist auch <i>Kerl</i> für die männliche Form gebräuchlich, etwa <i>Teufelskerl, Teufelsweib</i>. Im Unterschied zu <i>Herr</i> und <i>Mann</i> wird <i>Kerl</i> nie zu *<i>Kerlin</i> moviert.</dd>
<dt>Ø<i> – Fräulein</i></dt>
<dd>Weder <i>Herrlein</i> noch <i>Männlein</i> ist <a href="Antonym" title="Antonym">Antonym</a> zu <i><a href="Fr%C3%A4ulein" title="Fräulein">Fräulein</a></i>, das (anders als <i><a href="Junker" class="mw-disambig" title="Junker">Junker</a></i>) sowohl als Anrede als auch als Bezeichnung bis ins späte 20. Jahrhundert gebräuchlich war.</dd>
<dt><i>Männchen – </i>Ø</dt>
<dd>Im Sinne von ‚Figur‘ (etwa <i><a href="Ampelm%C3%A4nnchen" title="Ampelmännchen">Ampelmännchen</a></i>) tritt <i>Weibchen</i> nicht paarig zu <i>Männchen</i> auf und auch <i>Frauchen</i> kann so nicht verwendet werden. Gelegentlich tritt ungewöhnlicherweise das phonologisch verwandte <i>Mädchen</i> als Alternative auf.</dd>
<dt><i>-mann – </i>Ø</dt>
<dd>In einigen Komposita wie <i><a href="Blaumann" class="mw-redirect" title="Blaumann">Blaumann</a></i>, die unbelebtes bezeichnen, kann <i>mann</i> durch kein weibliches Lexem substituiert werden.</dd>
<dt>Ø<i> – frau</i></dt>
<dd>Einige Komposita, etwa <i><a href="Jungfrau" title="Jungfrau">Jungfrau</a></i> und <i>Putzfrau</i>, sind so stark weiblich besetzt, dass sich bisher kein männliches Pendant entwickelt oder erhalten (vergleichbar zu <i>Junker</i>) hat. Allerdings wird auch ein <i>Mann</i> als <i>Jungfrau</i> bezeichnet, der entweder unter dem gleichnamigen <a href="Tierkreiszeichen" title="Tierkreiszeichen">Tierkreiszeichen</a> geboren ist oder keine sexuelle Erfahrung hat.</dd>
<dt><i>man – </i>Ø</dt>
<dd>Das <a href="Generalisierendes_Personalpronomen" title="Generalisierendes Personalpronomen">generalisierende Personalpronomen</a> <i>man</i> ist zwar etymologisch enger mit <i>Mensch</i> als mit <i>Mann</i> verwandt, aber da es wie <i>Mann</i> ausgesprochen wird, steht es ebenfalls in der Kritik und zum Teil werden parallel gebildete (*<i>frau</i>, *<i>fra</i>) oder umgeformte (*<i>mensch</i>, *<i>men</i>) <a href="Neologismus" title="Neologismus">Neologismen</a> verwendet.<sup id="cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-3" class="reference"><a href="#cite_note-Trömel-Plötz_1980:15–21-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Fehlende_Sichtbarkeit_des_Weiblichen_in_den_Pronomina">Fehlende Sichtbarkeit des Weiblichen in den Pronomina</h4></div>
<p>Das deutsche System der <a href="Possessiv" title="Possessiv">Possessiv</a>- und <a href="Personalpronomen" title="Personalpronomen">Personalpronomen</a> kennt die Geschlechtsunterscheidung nur in der dritten Person Singular, während andere Sprachen auch im Plural (etwa Französisch) oder in der ersten oder zweiten Person unterscheiden, manche aber auch gar nicht.<sup id="cite_ref-wals31_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-wals31-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Es gab verschiedene Vorschläge für neu einzuführende <a href="Pronomen" title="Pronomen">Pronomen</a>, für die generelle Verwendung der neutralen Pronomen <i>(es)</i> oder für die Verwendung des geschlechtslosen Plurals <i>(sie)</i> auch für den Singular (wie das englische „<span lang="en">singular they</span>“). Allerdings entsprechen im Deutschen einige Formen des Neutrum-Pronomens dem Maskulinum (etwa <i>sein</i>) und der Plural der dritten Person gleicht dem femininen Singular <i>(sie, ihr)</i>. In der Praxis sind jedoch Beidnennung (Paarformen), Umformulierungen (Neutralisierung) sowie die generische Verwendung des Maskulinums üblich. Ähnliches gilt für <a href="Relativpronomen" title="Relativpronomen">Relativpronomen</a> und <a href="Attribut_(Grammatik)" title="Attribut (Grammatik)">Attribute</a>, die die <a href="Flexion" title="Flexion">Flexionsform</a> des Substantivs, auf das sie sich beziehen, übernehmen, zumal sich die Endungen ähneln.<sup id="cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-4" class="reference"><a href="#cite_note-Trömel-Plötz_1980:15–21-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable">
<caption>Pronomen der 3. Person
</caption>
<tbody><tr>
<th rowspan="2">
</th>
<th colspan="4">Personal</th>
<th colspan="4">Possessiv</th>
<th colspan="4">Relativ</th>
<th colspan="4">Demonstrativ</th>
<th rowspan="2">Reflexiv
</th></tr>
<tr>
<th>Nom</th>
<th>Akk</th>
<th>Dat</th>
<th>Gen
</th>
<th>Nom</th>
<th>Akk</th>
<th>Dat</th>
<th>Gen
</th>
<th>Nom</th>
<th>Akk</th>
<th>Dat</th>
<th>Gen
</th>
<th>Nom</th>
<th>Akk</th>
<th>Dat</th>
<th>Gen
</th></tr>
<tr class="hintergrundfarbe9">
<th>Neutrum
</th>
<td>es</td>
<td>es</td>
<td rowspan="2">ihm</td>
<td rowspan="2">seiner
</td>
<td rowspan="2">sein<span class="hintergrundfarbe7">e</span></td>
<td rowspan="2">seine<span class="hintergrundfarbe6">n</span></td>
<td rowspan="2">seine<span class="hintergrundfarbe6">m</span>/<span class="hintergrundfarbe7">r</span>/<span class="hintergrundfarbe8">n</span></td>
<td rowspan="2">seine<span class="hintergrundfarbe6">s</span>/<span class="hintergrundfarbe7">r</span>
</td>
<td>das</td>
<td>das</td>
<td rowspan="2">dem</td>
<td rowspan="2">dessen
</td>
<td>das</td>
<td>das</td>
<td rowspan="2">dem</td>
<td rowspan="2">dessen
</td>
<td rowspan="4">sich
</td></tr>
<tr class="hintergrundfarbe6">
<th>Maskulinum
</th>
<td>er</td>
<td>ihn
</td>
<td>der</td>
<td>den
</td>
<td>der</td>
<td>den
</td></tr>
<tr class="hintergrundfarbe7">
<th>Femininum
</th>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">sie</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">sie</td>
<td>ihr</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">ihrer
</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">ihr<span class="hintergrundfarbe7">e</span></td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">ihre<span class="hintergrundfarbe6">n</span></td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">ihre<span class="hintergrundfarbe6">m</span>/<span class="hintergrundfarbe7">r</span>/<span class="hintergrundfarbe8">n</span></td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">ihre<span class="hintergrundfarbe6">s</span>/<span class="hintergrundfarbe7">r</span>
</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">die</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">die</td>
<td>der</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">deren
</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">die</td>
<td rowspan="2" class="hintergrundfarbe8">die</td>
<td>der</td>
<td class="hintergrundfarbe8">deren
</td></tr>
<tr class="hintergrundfarbe8">
<th>Plural
</th>
<td>ihnen
</td>
<td>denen</td>
<td>denen
</td>
<td>deren/r
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Political_Correctness">Political Correctness</h2></div>
<p>Aus den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> kam in den 1980er-Jahren eine Sprachkritik nach Europa, die auf diskriminierende Phänomene der Sprache hinweist und sprachliche Äußerungen auf ihre kolonialen, rassistischen und sexistischen Konnotationen hin reflektiert.
</p><p>In den 1990er-Jahren wurde eine Kampagne gegen die <i><a href="Politische_Korrektheit" title="Politische Korrektheit">Political Correctness</a></i> (kurz „PC“) der Neo-Konservativen aus den USA von konservativen und vor allem rechtsextremen Medien in der BRD aufgenommen. <a href="Diedrich_Diederichsen_(Kulturwissenschaftler)" title="Diedrich Diederichsen (Kulturwissenschaftler)">Diedrich Diederichsen</a> und Autoren des <a href="Duisburger_Institut_f%C3%BCr_Sprach-_und_Sozialforschung" title="Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung">Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung</a> untersuchten diesen Diskurs in der BRD schon in seinen Anfängen. Sie wiesen nach, dass eine solche Sprachkritik von „neokonservativ“ sprachpflegerischer Seite nur abwertend als <i>Political Correctness</i> bezeichnet wird. Einer kritischen Sprachkritik werde mit dieser Bezeichnung eine Form der Tabuisierung unterstellt und sie werde somit stigmatisiert, um weitere Reflexionen über Sprache abzulehnen und abzuwehren.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sprachkritik_im_europäischen_Vergleich"><span id="Sprachkritik_im_europ.C3.A4ischen_Vergleich"></span>Sprachkritik im europäischen Vergleich</h2></div>
<p>Sprache und ihr Gebrauch werden in vielen Sprachkulturen reflektiert und kritisiert. Besonders interessant ist dabei eine vergleichende Perspektive. Sie liefert Hinweise auf gemeinsame und unterschiedliche Sprachideologien. Die „Praxis wertender Sprachreflexion“<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wird im Projekt <i>Europäische Sprachkritik Online</i> (ESO)<sup id="cite_ref-ezs_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-ezs-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> untersucht. Das Projekt liefert eine vergleichende Perspektive auf Sprachkritik in europäischen Sprachkulturen; Sprachkritik erscheint hier als eine besondere Form der Sprachreflexion, in der sich kulturelle Denk- und Handlungsweisen zeigen. Bislang wurden Praktiken der Sprach- und Kommunikationswertung im europäischen Kulturraum nicht systematisch verglichen. Das Projekt erarbeitet eine Konzeptgeschichte europäischer Sprachkritik. Die Ergebnisse werden in einer an der Sprache interessierten Öffentlichkeit im <i>Handbuch Europäische Sprachkritik Online</i> (HESO)<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> publiziert. Die Untersuchungssprachen sind derzeit Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Kroatisch.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Sprachimperialismus" title="Sprachimperialismus">Sprachimperialismus</a></li>
<li><a href="Sprachpurismus" title="Sprachpurismus">Sprachpurismus</a></li>
<li><a href="Sprachpolitik" title="Sprachpolitik">Sprachpolitik</a></li>
<li><a href="Unwort" title="Unwort">Unwort des Jahres</a></li>
<li><a href="Rechtschreibreform" title="Rechtschreibreform">Rechtschreibreform</a></li>
<li><a href="Gendern" title="Gendern">Gendern</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p><b>Sprachkritische Werke</b>
</p><p><small>in der Reihenfolge des Erscheinens</small>
</p>
<ul><li><a href="Victor_Klemperer" title="Victor Klemperer">Victor Klemperer</a>: <i>LTI [Lingua Tertii Imperii]. Notizbuch eines Philologen</i>. Aufbau-Verlag, Berlin 1947.</li>
<li><a href="Hans_J%C3%BCrgen_Heringer" title="Hans Jürgen Heringer">Hans Jürgen Heringer</a>: <i>Holzfeuer im hölzernen Ofen. Aufsätze zur politischen Sprachkritik.</i> Tübingen 1982.</li>
<li><a href="Theodor_Ickler" title="Theodor Ickler">Theodor Ickler</a>: <i>Kritischer Kommentar zur „Neuregelung der deutschen Rechtschreibung“.</i> (= <i>Erlanger Studien.</i> Band 116). mit einem Anhang zur „Mannheimer Anhörung“. 2., durchgesehene u. erw. Auflage. Verlag Palm &amp; Enke, Erlangen/Jena 1999, ISBN 3-7896-0992-7.</li>
<li>Hubert Ivo: <i>Nach 1945 Deutsch unterrichten</i>. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-631-39385-7.</li>
<li><a href="Walter_Kr%C3%A4mer_(%C3%96konom)" title="Walter Krämer (Ökonom)">Walter Krämer</a>: <i>Sich einmischen oder wegschauen – Problemfall deutsche Sprache</i>. (Vortrag zur Verleihung des <a href="Deutscher_Sprachpreis" title="Deutscher Sprachpreis">Deutschen Sprachpreises</a> 1999; Weimar, 24. September 1999). In: Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache (Hrsg.): <i>Deutscher Sprachpreis 1999.</i> Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen 1999, S. 30–37.</li>
<li><a href="Uwe_P%C3%B6rksen" title="Uwe Pörksen">Uwe Pörksen</a>: <i>Plastikwörter. Die Sprache einer internationalen Diktatur.</i> Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-93614-9.</li>
<li><a href="Hans-Martin_Gauger" title="Hans-Martin Gauger">Hans-Martin Gauger</a>: <i>Was wir sagen, wenn wir reden.</i> DTV, München 2007, ISBN 978-3-423-34384-8.</li>
<li><a href="Michael_Rudolf" title="Michael Rudolf">Michael Rudolf</a>: <i>Atmo. Bingo. Credo. Das ABC der Kultdeutschen.</i> Edition Tiamat, Berlin 2007, ISBN 978-3-89320-111-2.</li>
<li>Rainer Wimmer: <i>Die Sprachkritik kommt aus der Sprache selbst: Reflektiertheit ist gefragt.</i> In: <i>Der Sprachdienst.</i> Heft 3–4, 2009, S. 77–90.</li>
<li>Daniel Valente: <i>Politische Sprache im Kanzlerduell: Eine politolinguistische Analyse.</i> Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-639-28971-8.</li>
<li>Hans Jürgen Heringer, Rainer Wimmer: <i>Sprachkritik.</i> UTB, Paderborn 2015, ISBN 978-3-8252-4309-8.</li>
<li><a href="Matthias_Heine" title="Matthias Heine">Matthias Heine</a>: <i>Der große Sprachumbau. Eine gesellschaftspolitische Katastrophe</i>. Albert-Langen-Georg-Müller-Verlag (LMV), München 2025, ISBN 978-3-7844-3730-9.</li></ul>
<p><b>Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit Sprachkritik</b>
</p>
<ul><li><i>Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur</i>. Hempen, Bremen, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221614-905X%22&amp;key=cql">1614-905X</a></span></span>.</li>
<li><i>Philosophie als Sprachkritik im 19. Jahrhundert</i>. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt. (problemata)
<ul><li>Textauswahl 1. / Hrsg. von Hermann-Josef Cloeren, 1971, ISBN 3-7728-0309-1.</li>
<li>Textauswahl 2. / Hrsg. von <a href="Siegfried_J._Schmidt" title="Siegfried J. Schmidt">Siegfried J. Schmidt</a>, 1971, ISBN 3-7728-0311-3.</li></ul></li></ul>
<ul><li>Vincent Balnat, Barbara Kaltz: <i>Sprachkritik und Sprachpflege im frühen 20. Jahrhundert: Einstellungen zu ,Fremdwörtern‘ und ,Kurzwörtern‘.</i> In: <i>Bulletin of the Henry Sweet Society for the History of Linguistic Ideas.</i> 49, 2007, S. 27–37.</li>
<li><a href="Nicolas_Berg" title="Nicolas Berg">Nicolas Berg</a>, Elisabeth Gallas, Aurélia Kalisky (Hrsg.): <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zeithistorische-forschungen.de/2-2023">Jüdische Sprachkritik nach dem Holocaust</a></i> (= <i><a href="Zeithistorische_Forschungen" title="Zeithistorische Forschungen">Zeithistorische Forschungen</a></i> 20, 2023, Heft 2).</li>
<li>Ekkehard Felder, Horst Schwinn, Katharina Jacob: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/heso/article/viewFile/23717/17448"><i>Sprachnormierung und Sprachkritik (Sprachnormenkritik) im Deutschen.</i></a> In: Ekkehard Felder u. a. (Hrsg.): <i>Handbuch Europäische Sprachkritik Online (HESO)</i>. Band 1: <i>Sprachnormierung und Sprachkritik.</i> University Publishing, Heidelberg 2017, ISBN 978-3-946054-59-7.</li>
<li>Wolfgang Müller: <i>Deutsch für Vor- und Nachdenker.</i> In: <i>texten + schreiben.</i> (Kritische Sprachbeiträge von Heft 1/1981 bis Heft 4/1994).</li>
<li>Thomas Niehr (Hrsg.): <i>Sprachwissenschaft und Sprachkritik. Perspektiven ihrer Vermittlung.</i> Hempen, Bremen 2014, ISBN 978-3-944312-17-0.</li>
<li>Thomas Niehr, Jörg Kilian, Jürgen Schiewe (Hrsg.): <i>Handbuch Sprachkritik.</i> J.B. Metzler, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-476-04851-6, <a rel="nofollow" class="external free" href="https://doi.org/10.1007/978-3-476-04852-3">https://doi.org/10.1007/978-3-476-04852-3</a></li>
<li><a href="Peter_von_Polenz" title="Peter von Polenz">Peter von Polenz</a>: <i>Sprachgeschichte und Sprachkritik. Deutscher Sprachpreis 2000 der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache.</i> (= <i>Jahrbuch der Henning-Kaufmann-Stiftung</i>). 1. Auflage. Edition Argus, Schliengen 2000, ISBN 3-931264-12-2.</li>
<li><a href="Willy_Sanders" title="Willy Sanders">Willy Sanders</a>: <i>Sprachkritikastereien und was der „Fachler“ dazu sagt.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-11690-9. (<i>Sprachkritikastereien.</i> 2., überarb. Auflage. 1998, ISBN 3-534-14110-5)</li>
<li><a href="G%C3%BCnter_Sa%C3%9Fe" title="Günter Saße">Günter Saße</a>: <i>Sprache und Kritik. Untersuchung zur Sprachkritik der Moderne</i>. Vandenhoeck &amp; Ruprecht, Göttingen 1977, ISBN 3-525-20538-4.</li>
<li><a href="J%C3%BCrgen_Schiewe" title="Jürgen Schiewe">Jürgen Schiewe</a>: <i>Die Macht der Sprache. Eine Geschichte der Sprachkritik von der Antike bis zur Gegenwart.</i> C.H. Beck, München 1998.</li>
<li>Jürgen Spitzmüller, Kersten Sven Roth, Beate Leweling, Dagmar Frohning (Hrsg.): <i>Streitfall Sprache. Sprachkritik als angewandte Linguistik? Mit einer Auswahlbibliographie zur Sprachkritik (1990 bis Frühjahr 2002).</i> (= <i>Freiburger Beiträge zur Linguistik.</i> Band 3). Hempen, Bremen 2002, ISBN 3-934106-21-8.</li>
<li><a href="Fritz_Tschirch" title="Fritz Tschirch">Fritz Tschirch</a>: <i>Geschichte der deutschen Sprache.</i> Band I: <i>Die Entfaltung der deutschen Sprachgestalt in der Vor- und Frühzeit.</i> 1966; Band II: <i>Entwicklung und Wandlungen der deutschen Sprachgestalt vom Hochmittelalter bis zur Gegenwart</i>. 1969.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Sprachkritik" class="extiw external" title="wikt:Sprachkritik">Wiktionary: Sprachkritik</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Sprachgebrauchskritik" class="extiw external" title="wikt:Sprachgebrauchskritik">Wiktionary: Sprachgebrauchskritik</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ak-sprachkritik.de/">Arbeitskreis Linguistische Sprachkritik</a> (mit umfangreichem Literaturverzeichnis)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/">Aktion „Lebendiges Deutsch“</a></li>
<li>Ulrich Werner: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sprache-werner.info/index.php?id=1549&amp;PHPSESSID=28f9429f65d89ff3fbce4a833c61b96e">Die deutsche Sprache. Erläuterungen und Hinweise für besseres Deutsch</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Roland Barthes: <i>Das Reich der Zeichen.</i> Frankfurt am Main 1981, S. 21.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">In diesem Jahr veröffentlichten Schüler Saussures Mitschriften seiner Vorlesungen unter dem Titel <i>Cours de linguistique générale</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wilhelm_Kamlah" title="Wilhelm Kamlah">Wilhelm Kamlah</a>, <a href="Paul_Lorenzen" title="Paul Lorenzen">Paul Lorenzen</a>: <i>Logische Propädeutik. Vorschule des vernünftigen Redens.</i> Bibliographisches Institut, Mannheim 1967.</span>
</li>
<li id="cite_note-ezs-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ezs_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ezs_4-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://europsprachkritik.com/">Homepage „Europäische Sprachkritik Online“</a></span>
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<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Martin Gauger: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/mach-meine-sprache-nicht-an-1307367.html"><i>Mach meine Sprache nicht an!</i></a> In: <i>Frankfurter Allgemeine Zeitung.</i> 6. Februar 2006.</span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="J%C3%BCrgen_Schiewe" title="Jürgen Schiewe">Jürgen Schiewe</a>: <i>Die Macht der Sprache. Eine Geschichte der Sprachkritik von der Antike bis zur Gegenwart.</i> Beck, München 1998, ISBN 3-406-42695-6. Dazu <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/ickler04.shtml">Rezension</a> von Theodor Ickler in der <a href="Deutsche_Sprachwelt" title="Deutsche Sprachwelt">Deutschen Sprachwelt</a></span>
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<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Hans-Martin_Gauger" title="Hans-Martin Gauger">Hans-Martin Gauger</a>: <i>Richtungen der Sprachkritik.</i> In: Ders. (Hrsg.): <i>Sprach-Störungen. Beiträge zur Sprachkritik.</i> München 1986, S. 13–25.</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter von Polenz: <i>Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart.</i> Teil 3: <i>19. und 20. Jahrhundert.</i> Berlin: de Gruyter, 1999. (De-Gruyter-Studienbuch) ISBN 3-11-014344-5.</span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Uwe Poerksen: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.today/20070811/http://amor.rz.hu-berlin.de/~h0998dgh/philos/Texte/plato.html"><i>Platons Dialog über die Richtigkeit der Wörter und das Problem der Sprachkritik.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. August 2007 im Webarchiv <i><a href="Archive.today" title="Archive.today">archive.today</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/opus4/frontdoor/index/index/year/2009/docId/12434"><i>Ist die deutsche Sprache vom Verfall bedroht?</i></a> In: <i>publikationen.ub.uni.frankfurt.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 26.&nbsp;August 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASprachkritik&amp;rft.title=Ist+die+deutsche+Sprache+vom+Verfall+bedroht%3F&amp;rft.description=Ist+die+deutsche+Sprache+vom+Verfall+bedroht%3F&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fpublikationen.ub.uni-frankfurt.de%2Fopus4%2Ffrontdoor%2Findex%2Findex%2Fyear%2F2009%2FdocId%2F12434">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Jäger_2006-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Jäger_2006_11-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Margarete_J%C3%A4ger" title="Margarete Jäger">Margarete Jäger</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Artikel/Gewalt_gegen_Frauen.htm"><i>Gewalt gegen Frauen – durch Sprache?</i></a> Unveröffentlichtes Vortragsmanuskript, herausgegeben vom <a href="Duisburger_Institut_f%C3%BCr_Sprach-_und_Sozialforschung" title="Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung">Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung</a> 2000, Stand: 25. September 2006.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Senta_Tr%C3%B6mel-Pl%C3%B6tz" title="Senta Trömel-Plötz">Senta Trömel-Plötz</a>: <i>Gewalt durch Sprache.</i> In: Dieselbe (Hrsg.): <i>Gewalt durch Sprache: Die Vergewaltigung von Frauen in Gesprächen.</i> Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M. 1984, ISBN 3-596-23745-9, S. 50–69, hier S. 56 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?hl=de&amp;id=O0W0AAAAIAAJ&amp;dq=editions%3ArpGaxXmubCgC&amp;focus=searchwithinvolume&amp;q=m%C3%A4nnlichen+Formen+bevorteilt">Zitatansicht</a> in der Google-Buchsuche); zitiert nach: Margarete Jäger: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Artikel/Gewalt_gegen_Frauen.htm"><i>Gewalt gegen Frauen – durch Sprache?</i></a> Unveröffentlichtes Vortragsmanuskript, herausgegeben vom <a href="Duisburger_Institut_f%C3%BCr_Sprach-_und_Sozialforschung" title="Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung">Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung</a> 2000, Stand: 25. September 2006.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Senta Trömel-Plötz: <i>Vatersprache, Mutterland: Beobachtungen zu Sprache und Politik.</i> Frauenoffensive, München 1992, ISBN 3-88104-219-9.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Luise_F._Pusch" title="Luise F. Pusch">Luise F. Pusch</a>: <i>Alle Menschen werden Schwestern: Feministische Sprachkritik.</i> Suhrkamp, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-518-11565-0.</span>
</li>
<li id="cite_note-Trömel-Plötz_1980:15–21-15"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15–21_15-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Senta_Tr%C3%B6mel-Pl%C3%B6tz" title="Senta Trömel-Plötz">Senta Trömel-Plötz</a>, Ingrid Guentherodt, <a href="Marlis_Hellinger" title="Marlis Hellinger">Marlis Hellinger</a>, <a href="Luise_F._Pusch" title="Luise F. Pusch">Luise F. Pusch</a>: <i>Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs.</i> In: <i><a href="Leibniz-Institut_f%C3%BCr_Deutsche_Sprache" title="Leibniz-Institut für Deutsche Sprache">Linguistische Berichte</a>.</i> Heft 69, 1980, S. 15–21; Nachdruck in Magdalene Heuser (Hrsg.): <i>Frauen – Sprache – Literatur: Fachwissenschaftliche Forschungsansätze und didaktische Modelle und Erfahrungsberichte für den Deutschunterricht</i> (=&nbsp;<i>ISL Informationen zur Sprach- und Literaturdidaktik.</i> Band 38). Schöningh, Paderborn u.&nbsp;a. 1982, ISBN 3-506-74088-1, S. 84–90.</span>
</li>
<li id="cite_note-Trömel-Plötz_1980:15-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Trömel-Plötz_1980:15_16-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Senta_Tr%C3%B6mel-Pl%C3%B6tz" title="Senta Trömel-Plötz">Senta Trömel-Plötz</a>, Ingrid Guentherodt, <a href="Marlis_Hellinger" title="Marlis Hellinger">Marlis Hellinger</a>, <a href="Luise_F._Pusch" title="Luise F. Pusch">Luise F. Pusch</a>: <i>Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs.</i> In: <i>Linguistische Berichte.</i> Heft 69, 1980, S. 15–21, hier S. 15; Nachdruck in Magdalene Heuser (Hrsg.): <i>Frauen – Sprache – Literatur: Fachwissenschaftliche Forschungsansätze und didaktische Modelle und Erfahrungsberichte für den Deutschunterricht</i> (=&nbsp;<i>ISL Informationen zur Sprach- und Literaturdidaktik.</i> Band 38). Schöningh, Paderborn u.&nbsp;a. 1982, ISBN 3-506-74088-1, S. 84–90 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=-QpKAAAAYAAJ&amp;q=%22Sprache+ist+sexistisch%22">Zitatansicht im Nachdruck</a> in der Google-Buchsuche).</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Gabriele_Diewald" title="Gabriele Diewald">Gabriele Diewald</a>, <a href="Anja_Steinhauer" title="Anja Steinhauer">Anja Steinhauer</a>: <i>Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache: Wie Sie angemessen und verständlich gendern.</i> Herausgegeben von der <a href="Duden" title="Duden">Duden</a>-Redaktion. Dudenverlag, Berlin April 2020, ISBN 978-3-411-74517-3, S. 30–31.</span>
</li>
<li id="cite_note-Movahedi_2009:64–67-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Movahedi_2009:64–67_18-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Leyla Movahedi: <i>Geschlechtergerechte Sprache – der ORF und sprachliche Gleichbehandlung anhand der Sendung »konkret – das ServiceMagazin«.</i> Diplomarbeit Universität Wien 2009, S. 64–96: <i>Leitfäden – ein Überblick</i>, hier S. 64–67 (betreut von <a href="Johanna_Dorer" title="Johanna Dorer">Johanna Dorer</a>, Fakultät für Sozialwissenschaften; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://othes.univie.ac.at/5689/">Downloadseite</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-wals31-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-wals31_19-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Greville G. Corbett: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://wals.info/chapter/31"><i>Sex-based and Non-sex-based Gender Systems.</i></a> In: Dryer, Matthew S. &amp; Haspelmath, Martin (Hrsg.): <i>The World Atlas of Language Structures Online (WALS).</i> <a href="Max-Planck-Institut_f%C3%BCr_evolution%C3%A4re_Anthropologie" title="Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie">Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie</a>, Leipzig 2013, Kapitel 31, abgerufen am 13. Juli 2020.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Brigitta Huhnke: <i>„pc“: Das neue Mantra der Neokonservativen.</i> In: Andreas Disselnkötter, <a href="Siegfried_J%C3%A4ger" title="Siegfried Jäger">Siegfried Jäger</a> u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i>Evidenzen im Fluss: Demokratieverluste in Deutschland.</i> <a href="Duisburger_Institut_f%C3%BCr_Sprach-_und_Sozialforschung" title="Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung">Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung</a>, Duisburg 1997, ISBN 3-927388-60-2, S.&nbsp;??–??.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Katrin Auer: <i>„Political Correctness“: Ideologischer Code, Feindbild und Stigmawort der Rechten.</i> In: <i><a href="Austrian_Journal_of_Political_Science" title="Austrian Journal of Political Science">Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft</a>.</i> Band 30, Nr. 3, 2002, S. 294.</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Rainer Wimmer: <i>„Political Correctness“: ein Fall für die Sprachkritik.</i> In: Andreas Disselnkötter, <a href="Siegfried_J%C3%A4ger" title="Siegfried Jäger">Siegfried Jäger</a> u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i>Evidenzen im Fluss: Demokratieverluste in Deutschland.</i> <a href="Duisburger_Institut_f%C3%BCr_Sprach-_und_Sozialforschung" title="Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung">Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung</a>, Duisburg 1997, ISBN 3-927388-60-2, S.&nbsp;??–??.</span>
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Diedrich Diederichsen: <i>Politische Korrekturen.</i> Kiepenheuer &amp; Witsch, 1996.</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Ekkehard Felder, Katharina Jacob: <i>Die Praxis wertender Sprachreflexion in europäischen Gesellschaften als Spiegel ihres Selbstverständnisses. Das Projekt Europäische Sprachkritik Online (ESO).</i> In: Thomas Niehr (Hrsg.): <i>Sprachwissenschaft und Sprachkritik. Perspektiven ihrer Vermittlung.</i> Hempen, Bremen 2014, S. 141–161, hier: S. 142.</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/heso/issue/view/2372">Handbuch Europäische Sprachkritik Online (HESO)</a></span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Ekkehard Felder, Katharina Jacob: <i>Die Praxis wertender Sprachreflexion in europäischen Gesellschaften als Spiegel ihres Selbstverständnisses. Das Projekt Europäische Sprachkritik Online (ESO).</i> In: Thomas Niehr (Hrsg.): <i>Sprachwissenschaft und Sprachkritik. Perspektiven ihrer Vermittlung.</i> Hempen, Bremen 2014, S. 141–161.</span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Katharina Jacob: <i>Wenn Europa sein Sprechen reflektiert und sich das Eigene und Gemeinsame konstruiert. Das Projekt Europäische Sprachkritik Online (ESO).</i> In: Jianhua Zhu, Jin Zhao, Michael Szurawitzki (Hrsg.): <i>Akten des XIII. Internationalen Germanistikkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation.</i> (= <i>Publikationen der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG</i>). 21). Band 2, Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2016, S. 297–301.</span>
</li>
</ol></div>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4056475-7">4056475-7</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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